Wanderschuhe richtig pflegen

Wanderschuhe richtig trocknen: So funktioniert´s

Unsere Wanderschuhe machen in der Regel viel mit: Sie haben nicht nur die Aufgabe, uns über Stock und Stein zuverlässig ans Ziel zu bringen – sie sollen auch unsere Füße gegen Kälte und Feuchtigkeit schützen. Je nach Jahreszeit und der gewählten Wanderroute gestaltet sich Letzteres jedoch manchmal schwierig. Wer lange Touren im Schnee auf sich nimmt, im strömenden Regen unterwegs ist oder an der ein oder anderen Pfütze nicht vorbeikommt, steht vor dem Problem, sein Schuhwerk trocknen zu müssen – und das am besten schnell, um am nächsten Tag wieder bereit für die nächste Etappe zu sein.

Doch was tun, wenn selbst die gründlichste Imprägnierung nicht mehr ausreicht und sowohl das Äußere als auch das Innere der Wanderschuhe nass sind? Wer seine Schuhe richtig pflegt und trocknet, hat lange Freude nach ihnen. Folgende Tipps helfen dabei.

Die Schuhe niemals direkter Hitze aussetzen

Wanderschuhe aus synthetischen Materialien wie auch Wanderschuhe aus echtem Leder sollten – nachdem sie nass geworden sind – unter keinen Umständen direkter Hitze ausgesetzt werden. Das heißt: Die Heizung, ein Fön oder die Sonne sind tabu. Anderenfalls besteht die Gefahr, dass das Leder austrocknet und dadurch spröde und rissig wird. Durch die Hitze können sich aber auch Verklebungen der Schuhe lösen, zum Beispiel an der Sohle. Außerdem kann sich die Sohle unter Hitzeeinwirkung verformen und auf diese Weise den Gehkomfort des Schuhs beeinträchtigen.

Wanderschuhe lieber schonend bei Raumtemperatur trocknen lassen

Vergleicht man Wanderschuhe aus Leder mit jenen Modellen aus synthetischen Materialien fällt auf, dass der natürliche Werkstoff mehr Feuchtigkeit aufnimmt. Das ist der Grund, warum man beim Trocknen grundsätzlich Geduld haben sollte. Es empfiehlt sich, die Schuhe bei Zimmertemperatur zu lagern, wobei Schuheinlagen herauszunehmen und die Schnürsenkel zu lockern sind. Verschmutzungen lassen sich vorher mit einem milden Reinigungsmittel und einer Bürste entfernen.

Was tun, wenn keine Zeit für langes Trocknen ist?

Erfahrene Wanderinnen und Wanderer werden es kennen: Meist hat man auf einer mehrtägigen Tour keine Zeit, um darauf zu warten, dass die eigenen Schuhe wieder trocken sind. Wer am nächsten Tag nicht in nasse Schuhe steigen möchte, kann auf einen bewährten Trick zurückgreifen:

Das Wundermittel heißt tatsächlich Katzenstreu. Das Granulat lässt sich in einen alten Nylonstrumpf füllen; und nachdem die Socke sorgfältig zugeknotet wurde, steckt man diese nun einfach in den feuchten Schuh. Das Katzenstreu zieht überraschend schnell die Feuchtigkeit aus dem Schuhinneren und hält diese effektiv fest. Ein positiver Nebeneffekt dieser Methode: Auch schlechte Gerüche werden wirksam neutralisiert.

Also: einfach einmal ausprobieren und selbst überzeugen, wenn die nassen Wanderschuhe wieder schnell einsatzbereit sein müssen.